Talking Stone Film

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Marina Klain Ein Film von Georgi Danelia Der Reisepass In der Hauptrolle: Gerard Darmon Hallo. —Genosse!
—Ja? Ist Ihr Taxi frei? —Mein Taxi ist besetzt, aber
mein Herz ist frei, meine liebe. Was ist das für eine Angewohnheit, Vater?
Um uns herum sind Leute! Warum hast du nicht rechtzeitig
Bescheid gesagt? Tbilissi, 1987 Inga, Vater ist gekommen. Guten Tag. —Hallo, Vater.
—Hast du den Pass bekommen? —Ja.
—Zeig. Gib deine Fahrerlaubnis her. Das ist die Ausreisegenehmigung. Den Pass kriegt man in Israel. Komm her. Hier, schau. Seine Mutter ist
Jüdin, und seine – eine Georgierin. —Und?
—Dasselbe Gesicht. In dieser Sache kommt
es auf den Vater an. Und du sagst: „Nationalität wird
nach der Mutter entschieden“. — Nun, Sie können es
handhaben wie Sie wollen. Wie ich will, so mache ich’s auch. Ein Georgier soll in Georgien leben. Herr Wachtang! Was haben
Sie damit erreicht? Morgen gehe ich zur Miliz und
die stellen mir eine Neue aus. Perestroika… Großvater! Großvater! Großvater, wir fahren ins Ausland: was
möchtest du, daß wir dir schicken? Eine Atombombe. Amerikanische. Wo ist Merab? Wo hast du gesteckt?!—Ich habe warmes
Brot für euch! Nana mag es. Danke, Bruder! Auf Wiedersehen! Komm her. Was habe ich schon wieder Schlimmes getan?
Dem eigenen Bruder Brot vorbeigebracht… Eile ihnen hinterher und
begleite sie nach Moskau. Sonst ist es irgendwie
nicht schön. Warte! Sag ihnen… Daß ich… Sag nichts. Zwei Tees. Und zwei Bonbons.
—Kauf erstmal ein Ticket! Schöne… Warte mal, warte mal… Ich kenne dich. Und woher? —Als ich noch klein war, hatte ich immer
einen Traum… Auf der grünen Wiese… —Merab! —Hast du einen blauen Plastikbeutel gesehen?
—Ja, ich habe ihn weggeschmissen. Wie meinst du das?
Bist du denn verrückt geworden?! Da war nichts drin…
Nur irgendwelche Steinchen… Steinchen?! Das war georgische Erde, die ich als
Erinnerung mitgenommen habe! Was hast du angestellt?!
Du willst wohl in den Knast kommen? Verzeih, Werteste! Mein Bruder
reist für immer nach Israel aus. Wir haben vergessen
heimatliche Erde mitzunehmen. Was machst du da, du Eselssohn?!
Das ist Schotter aus Astrachan! Georgische Erde ist dort! Zu faul drei Schritte beiseite zu machen! Sergeant! Ich bin hier! Wassja, wie heißt dieses Mädchen? Welches? Im Fenster, fünfte Etage.
—Weiß ich doch nicht! Ach… Wie lebt ihr hier bloß? Ohne sich zu kennen… Wassja, kann man ihre
Telefonnummer herausfinden? Wofür brauchst du die? —Weil, als unser Merab noch klein war, sah
er sie im Traum auf der grünen Wiese. Meine liebe, kannst du dich
nicht raushalten? Einen hast du bereits zugrunde gerichtet, jetzt fängst du es bei mir an? Wen hat sie zugrunde gerichtet? Ich spreche nicht mit dir. Aber ich spreche mit dir! Onkel Wassja, Sie sind schachmatt. Ah, gut gemacht! Leute, was hocken wir
hier, wie die Hühner auf der Stange? Lasst uns zum Beispiel ins Hotelrestaurant
für Westtouristen gehen. Entschuldigen Sie, Wassili, wir können nicht.
Jakow wollte Hebräisch lernen. Ja. Wir hätten diesen Dummkopf doch
mitnehmen sollen. Das ist Kapitalismus! Und kein Visum notwendig.
—Hey, Genossen! Wo wollen Sie hin? Ins Restaurant! —Ich bitte um Entschuldigung: wohnen Sie hier?
—Nein, wir wollen einfach nur was essen. —Dann tut es mir leid:
ist nicht erlaubt. Hör zu, Commander, mein Armeefreund
kommt um mich zu besuchen. Wir haben uns lange nicht gesehen.
Komm, Sergeant. -Ich habe doch gesagt:
ist nicht erlaubt! Hände weg! Polizeiwache Nr. 169 Du bleibst hier. Hallo! Ich komme wegen des
festgenommenen Papaschwilli. —Am Apparat. Hier. Er reist heute nach Israel aus. Der Chef kommt morgen früh, er wird
schon sagen, wohin die Reise gehen soll. Der Flieger geht um 09:05. Man hat 3
Stunden vorher am Flughafen zu sein. Er kommt zu spät. Das ist aber nicht mein Problem.
Am Apparat… Ich notiere… Genosse Major, so ein Dummkopf
reist mal nicht planmässig aus: die Juden im Westen machen
einen solchen Lärm..! Vereinte Nationen! Westliche Journalisten!
Menschenrechte… -Jawohl. …Brauchen wir das alles?!
—Das verstehe ich schon… Aber die haben den Portier in den Brunnen
gesetzt! Was wird der Portier sagen? —Mit dem sind wir uns
bereits einig geworden. Ach ja? Gut, er soll fahren… —Genosse Major! Lassen Sie bitte den zweiten auch frei. Wasillij Kusmitsch? Will der etwa auch… nach Israel? -Nein. Wasillij Kusmitsch ist
Oberrabbiner des Moskauer Gebiets. Wohin fahren wir? Wofür? —Hör zu, was jammerst du ständig
wie ein Weib? Ich habe genug… —Frau! Was erlaubst du dir?!
Ich bin ein georgischer Jude! Nicht wie deine
lettischen Aschkenasen… Merab, lass uns einen
Schluck Sekt trinken gehen. Zwei Flaschen Sekt
und zwei Bonbons. —Alkohol verkaufen wir nicht. —Mach doch mal, Süße!
Wir bitten dich sehr! Habe nichts da, Süßer! Hinter
der Zollkontrolle kriegt ihr alles. Nun, jüdische Brüder:
fahrt ihr auch ins Land der Ahnen? —Auf Russisch gibt’s wohl nicht?
—Nein. —Tja, du mein Heimatland… Was heißt das? Drogen. Schreib einfach “nein“. Und was soll man hier schreiben? Antiquitäten. —Ist Mörser Antiquariat?
—Omas Mörser? Ich nahm’s mit, als Erinnerung. Na komm, was ist los?. Du wirst mich besuchen kommen, ich dich. Scheißkerle! Nicht einmal einen
Schluck Sekt ließen sie uns trinken. Komm her, hier gibt’s auf Russisch. Behalt mal die Sachen im Auge, ja? Sagen Sie, muß man
Zahnkronen auch erwähnen? —Selbstverständlich, Madame:
es ist dringend anzuraten! —Schreib deine Zähne auf. Meine sind aus Metal. —Schreib trotzdem. Er hat Papas Reisepass genommen. Verzeihen Sie, Genossen: es ist ein Notfall!
Einer Frau geht es ganz schlecht… Bitte ein Glas Wasser…
Und zwei Flaschen Sekt. —Freund, mach bitte das Ding auf.
—Nicht erlaubt. —Ich habe es mir anders überlegt.
Ich will doch nicht fahren. Erlauben Sie: ist ja immerhin die Staatsgrenze?
-Ja, ja… Wenn Sie beschloßen haben zu bleiben, wenden
Sie sich an die Sowjetische Botschaft in Wien. —Ja, klar. Freund, mach auf.
Es war ein Scherz. Zwei Generäle wollen
mich verabschieden. Wir stoßen kurz an und ich
bin gleich wieder da! Wenden Sie sich an meinen Vorgesetzten. —Wo ist er?
—Dort. (Aeroflot-Flug nach Wien ist
zum Einsteigen bereit.) Entschuldigung, wo finde ich Ihren
Vorgesetzten? —Wenn suchen Sie? —Den Obersten von allen. Ah, Fjodorow? 3. Stock, Zimmer Nr.2.
—Danke. —Und beeilen Sie sich: das
Einsteigen nach Wien läuft bereits! Wir kommen zu spät! Geh und sag, die
sollen diesen Idioten aufrufen! —Schreie nicht! Wenn herauskommt, daß ich meinen Pass
weggegeben habe, wird er eingezogen! Gnädigste! Wo ist er?!
Das Einsteigen ist gleich zu Ende! Iwan Petrowitsch ist bestimmt zu Tisch.
Es ist Mittagspause. Entschuldigen Sie,
sind Sie Iwan Petrowitsch? Iwan Petrowitsch, lassen Sie
mich bitte zurück? -Wohin? —Zurück, in die UdSSR. Ein Moment, Ich will es erklären. Ich
fliege gar nicht. Mein Bruder fliegt. Ich habe seinen Pass genommen um
an die Bar zu kommen. Als Scherz! Und der Grenzsoldat lässt
mich nicht zurück. Iwan Petrowitsch, Ich bitte
Sie sehr: sagen Sie ihm… Aber bei mir bist du ja
völlig falsch, mein Freund. Ich bin für die Logistik zuständig.
Du mußt zum Lunz… Geh zum Lunz. Da ist er. -Fluggast, wo wollen Sie hin? —Ich
suche Lunz, wo finde ich ihn?! Lunz? Lunz ist schon lange an Bord,
kommen Sie! Das ist der Letzte, guten Flug. —Gehen Sie bitte durch, nehmen
Sie den freien Sitzplatz. —Ich habe keine Zeit für so etwas!
Zeigen Sie mir Lunz! Lunz! Herr Lunz, jemand fragt nach Ihnen. Hey, was machst du? Mach auf! Polizei, rufen Sie Polizei an:
er muß dort sein! Nein, alles ist korrekt. Fluggast Jakow Papaschwilli
ist an Bord des Fluges Moskau-Wien. Und… wann kommt das Flugzeug zurück? —Genosse Pilot!
—Was denn noch? —Wenn ich jetzt einen akuten
Blinddarm-Anfall kriegen sollte, könnten wir doch in
Kiew notlanden, oder? Entspanne dich doch mal! In Wien gehst du zu unserer
Botschaft: die kümmern sich um alles! Hör zu, Terrorist, frag sie
doch nach einem Fallschirm, solange wir über unserem
Territorium fliegen. Wissen Sie, wieweit Sowjetische Botschaft
in Wien vom Flughafen entfernt ist? -Nein. Ich weiß nur, daß es in Wien
eine schöne gotische Kathedrale gibt. Hast du Dollar mit?
—Ein bisschen, ein bisschen. Sei ein Freund, tausch mir 10 Dollar um? Was quasselst du? Wer braucht
hier diese blöden Rubel? Oh, genau: in diesem
Hotel wohne ich. Mister… Danke! Die Russen sind sehr freundlich.
Moskau. Bolschoj Theater. Dieser Herr hat mir auch ein Geschenk
gemacht, „Russian Balalaika“. Mister… Hey, Onkel… Ich
hab’s mir anders überlegt. In Russland war’s mir schnurz. Sobald ich die Heimat
aber verlassen habe: hier… Nostalgie, geht nicht. Friedenstaube. (Brände verhüten!) Hier bist du ja, meine liebste… “Kamerad, wir brechen nun
auf, weg vom unseren Land…“ Es tut mir leid, aber es ist kein Geschenk.
Zehn Dollar. Und ihr Bolschoj Theater ist auch
nichts Besonderes: 19. Jahrhundert. Na gut, Terrorist. Ich fahre dich schon
zur heimatlichen Botschaft. Lade dich ein! Neuer Mercedes! Ist das das letzte Model?
-Nein, das letzte ist 560. Woher kannst du Englisch? -Ich habe mich drei Mal für
Fremdspracheninstitut beworben. Geschäftlicher Vorschlag: arbeite
bei mir als persönlicher Sekretär. Essen, Fahrtkosten, fünf Dollar und eine
Packung Marlboro pro Tag. Willst du? Schau lieber her, mein Freund. Joint Venture: Sowjetische Balalaika
und meine Dollar. Na, brechen wir nach Hawaii auf? Fährst du denn
nicht nach Israel? -Ich, zu den Juden? Hast du Gottesfurcht
verloren? Was soll ich dort? Ich bin ein Erbadeliger,
Nachkomme von Fürst Jussupow, willst du eine
Bescheinigung sehen? Nun denn. Zuallererst fahren
wir nach Monte Carlo, drehen dort das Roulette
und dann: nach Hawaii… Hey, Onkel… Wozu Monte Carlo? Hier
gibt’s auch Roulette. -Dann… Supermarkt. Sekretär! Was sagst du? Wollen wir zu der High Society? Borja… Warte… Lass uns den japanischen
Videorecorder für mich kaufen. Und zuhause gebe ich es in Rubel zurück.
Demjenigen, den du mir nennen wirst. Willst du für mich arbeiten?
Ja oder Nein? —Ich habe doch schon gesagt: ich kann
nicht. Mein Bruder wartet auf mich. Dann, sorry! Hier ist Kapitalismus.
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf! Grüß den Botschafter! Dummkopf… Guten Tag… Hallo… Machen Sie bitte auf. Heute ist Sonntag, niemand da.
Kommen Sie am Montag. Genosse Diplomat,
aber es eilt sehr. Ich muß heute noch zurück
nach Moskau geschickt werden. Haben Sie Papiere?
-Ja. Hier. Aber, sehen Sie… Auswanderer? Komm
am Montag wieder. Du stellst einen Antrag
und kriegst eine Antwort. Innerhalb von 3 Monaten. Jetzt
ist es einfach geworden. Genosse Diplomat, ich bin kein
Auswanderer, Ich bin Unser, Sowjetischer. Dieser Pass gehört meinem Bruder.
Er ist ein Jude. Halb… —Denk dir was besseres
aus, mein Guter! Man wird dich in Haft nehmen.
-Wofür? -Fürs passieren der österreichischen
Staatsgrenze mit fremden Papieren. Nun gut, du Bürokrat. Ruf den Botschafter
an und lass ihn sofort hierher kommen! Genosse Diplomat,
machen Sie bitte auf! Ich muß nicht reinkommen, ich
bleibe hier, auf dem Rasen, sitzen. Mach auf! Der Typ hat Polizei gerufen!
Sie ergreifen mich! Ich schreibe Gorbatschow
eine Beschwerde über dich! Wir sind’s…
—Seid ihr denn nicht weggefahren? Weggefahren. Und
wieder zurückgekehrt. -Und wo ist der Sergeant? -Ein
Miststück ist er, kein Sergeant. Genau Solche hasse
ich besonders! Hier macht er die ganze Zeit auf patriotisch,
bei erster Gelegenheit haut er aber sofort ab! …Sie haben versprochen, daß Ihre Leute zum Flughafen
gebracht werden und nach Israel abfliegen. -Was soll dann dieser mit einer Demonstration
vor der Sowjetischen Botschaft? Herr Papaschwilli, wo waren Sie? Ich persönlich hielt
am Flughafen ein Schild mit Ihrem Namen in der Hand. Oder haben Sie bereits
das Lesen verlernt? Und wo ist Ihre Gattin? Ihr Kind?
Machen ebenfalls irgendwo Krawall? Nein. Sie sind an Grippe erkrankt.
Kommen bald nach. Ihr Flieger ist weg. Schulmann ist nicht zu erreichen.
Was soll ich, Ihrer Meinung nach, tun? Der Eine zettelt eine Schlägerei
im Club an… Moment mal. —Marik, wenn du keine 1000
schicken kannst, schick 500… Was? Nun, du Arschloch! Der Erdball ist klein:
ich kriege dich noch! Gut, mach’s gut. Schon wieder?! —Ich habe meine Mutter angerufen.
Sie ist alt, ich bin ihr einziger Sohn… Und wer soll das alles bezahlen? —Ach, kommen Sie! Sollen wir, Juden, wegen
solchen Nichtigkeiten etwa kleinlich werden? Wartet hier auf mich: beide!
Ich versuche Schulmann zu finden. Hallo. -Wo sind wir hier? —Wo… Wo… SOCHNUT,
Organisation, die die Juden nach Israel schickt. Bist du denn bereits ein Jude geworden?
—Wer bin ich denn sonst? Meine Oma war Jüdin. Willst
du eine Bescheinigung sehen? —Dollar verspielt?
—Verspielt. Scheißkerle… Wenn sie Briefe aus Amerika schreiben,
haben sie Swimmingpool und Mercedes. Wenn man sie aber um einen
Dollar ersucht… Lady! Borja, ich werd versuchen zu fliehen.
Lenk die ab! —Wozu? Sag ihnen, daß du kein Jude
bist: sie schmeißen dich selbst raus. —Besetzt.
—Ich komme hinter Gitter. —Wofür?
—Weil ich mit fremdem Reisepass eingereist bin. Unsere stecken dich
auch ins Gefängnis. Passieren der Staatsgrenze mit falschen
Papieren: 3 bis 5 Jahre. Tot sicher! Hör zu, zahlst du 5
Dollar für eine Idee? —Was für eine?
—Zu wem reiste dein Bruder nach Israel? —Ja, ich höre.
—Wasja! Ist Jascha bei dir? —Sergeant, wo bist du?!
—Erzähle ich später. Gib ihn mir schnell! Schreie nicht, Jascha, hör mir lieber zu:
keine Zeit! Fahrt nach Georgien zurück und bleibt dort still sitzen.
Ich komme bald wieder. Warte! Gib mir die Adresse von Inga’s
Onkel in Israel! -Schluß jetzt, Schulmann kommt!
-Schulmann ist hier, ciao! Hierher, meine Herren. Scher dich zum Teufel,
du jüdischer Arsch! Mir gefällt es hier nicht. Wie
in einer Strafvollzugsanstalt. – Weiß nicht, war ich nie.
– Keine Sorge, du hast noch alles vor dir! Ich kriege 7 Schekel von dir. Terrorist, ich habe mit einem Typen
ausgemacht: er beschneidet dich gratis! —Hör mal, lass mich in Ruhe.
—Hey, mein Freund, hör auf dich zu zerren. Du hast bereits zwei Mal
Staatsgrenzen verletzt. Hier ist kein Österreich mehr…
weißt du, was ich meine? Setz die Mütze auf und sei
ein braver Jude… Los, los! —Entschuldigen Sie, kriegen diese Mützen alle?
—Nein, nur Parteimitglieder. Herrschaften! Alle, die mit solchen
Einreisepapieren gekommen sind, gehen bitte in den
zweiten Stock. Danke! Gratuliere mir:
ich bin nun israelischer Staatsbürger. Komm, keine Angst, geh schon. -Entschuldigung, darf ich? Schalom.
–Schalom. Meine Schwester.
-Aha, Schalom. Wie ich mich freue,
daß du gekommen bist! Jetzt fangen wir ein “Business” an, daß sie in
Amerika sich die Hosen vollscheißend werden! Du, Dreckskerl! —Sie sind also Leiter eines Kinderchores?
—Ja. Hier haben Sie 100 Schekel als
Taschengeld. Bitte unterschreiben Sie hier. Alles richtig. Pardon, Jakow, Ich warte auf dich im
russischen Restaurant am Kai. Sorry. Mister Papaschwilli, haben Sie politische
oder religiöse Gründe für Ihre Auswanderung? Wie soll ich sagen…
Sowohl, als auch… – Sie glauben also nicht an Perestroika?
– Warum nicht? Obwohl: nicht wirklich. Alles
ist noch schlimmer geworden. Was, zum Beispiel? Nun… Früher… hat unser Chefingenieur
50 Rubel für einen Reifen genommen. Und jetzt nimmt er 100! Chefingenieur eines Kinderchors? —Nein, Chefingenieur
unseren… Clubs. Er repariert Toiletten. Sie wohnen bei Ihrer
Verwandtschaft? —Beim Onkel meiner Frau.
—Kennen Sie die Adresse? Nein… aber ich finde sie
im Telefonbuch heraus… Nicht nötig, die warten hier.
Kommen Sie, ich zeig’s Ihnen. Wirklich? Mister Bernstein… Hier ist er. Isja… er erkennt
dich nicht wieder. Doch. Ich grüße Sie, Onkel
Isja… Ich bin Jascha… Inga ist an Grippe erkrankt.
Nana auch… Mein Bruder… Merab… kümmert
sich… Mein jüngerer Bruder… – Jaschas Bruder? Sie sind also kein Jude?
– Nein. —Schade, ich habe Fisch gemacht. Aber ich liebe jüdische Fischgerichte,
Großmutter! Isja! Wir müssen ein Telegram
an Gorbatschow schicken, daß er Jascha mit Familie auch
ohne Pass hierherschickt. Geht das? Das ist peinlich. Ich
habe einen anderen Plan… Onkel Isja! Kaufen Sie für mich
eine Reise in die Sowjetunion! Ich fahre hin, tausche mit
Jascha still die Pässe, die kommen her und
alles wird gut sein! Und ich muß nicht ins Gefängnis! Ein toller Plan. Wenn du noch irgendwas
brauchst: sag’s nur, genier dich nicht! Nein, das wäre unverschämt. Ach wo! Wir sind
doch Verwandte! Kriegt man hier einen Videorecorder?
Jascha kommt und bringt das Geld. Gefällt es Ihnen?
Das hat sich Isja ausgedacht. Muttchen, mach bitte den Fisch warm. —Vielleicht mag er ihn kalt?
—Nein, er mag ihn heiß. Bitte, mein Teuerster! Und nun sagst du mir die Wahrheit:
wer dich geschickt hat und wofür? „Jaschas Bruder“… Verzeihung, wohnt hier
Jermakow, Wasillij Kusmitsch? Ja, ein Moment. Wassja!
Jemand will zu dir. Tag! —Tag. – Sind Sie Wasillij Kusmitsch?
– Ich bin’s. Ich bitte Sie sehr: unterschreiben
Sie eine Erklärung. —Was für eine?
—Was für eine? Daß Sie kein Oberrabbiner
des Moskauer Gebiets sind. Und warum? Weil der Oberrabbiner der
Moskauer Synagoge bin ich. Ich habe bereits so
manches über mich gehört… aber, daß ich Portier in
einen Brunnen gesetzt hätte… Das gab’s noch nicht. Alles Gute. Wassja, warum kriegst du Besuche
von Rabbinern? Bist du etwa Jude? Was redest
du da für einen Unsinn? Wassja! Ein Anruf aus Israel für dich… —Sergeant, bist du’s?!
—Ich bin’s, ruf schnell Inga ans Telefon! Die sind zurück nach Georgien! Alles wie du gesagt: sie sitzen
bei eurem Vater im Keller. Trete dringend in
Kontakt mit Unseren. Inga soll Onkel Isja anrufen und die
Sache den Sekt betreffend bestätigen. Genug, Genosse Sergeant! Wir
sind Juden, keine Idioten! „Sekt“? Dein KGB konnte sich
nichts Besseres ausdenken? Was denn für KGB? Ich bin ein einfacher
Taxifahrer, hier ist mein Führerschein! Schmeiß weg diese billige
Fälschung, Bürschchen! Unglaublich! KGB muß sich jetzt
auch selbst finanzieren?! Einen Videorecorder für
einen beschnittenen Juden?! Onkel Isja, sind Sie völlig..? Raus hier, du Schurke!
Und merk dir: wenn Inga und ihre Tochter in 2 Wochen
nicht da sind – erschieße ich dich. Entsichere erst die Waffe. Rambo. Nein, erklär mir nur: wenn du kein Geld
hast – was zum Teufel wolltest du hier?! Nein, du sollst mir erklären: wofür, zum
Teufel, hast du mich hierher geholt?! Ich dachte: du hast… Jungs, entschuldigt, mein
Onkel hat mich abgeholt und… —Warte doch mit deinem Onkel.
—Gut. Warum hast du das gedacht? Oh, komm, Borja, alle wissen es:
du hast 100 Riesen ausgeführt… Angenommen. Wenn ich aber Geld
hätte: wofür brauche ich dann dich? Ich bin dein Hirn. —Du?
—Ich. Verpiss dich. Verpiss dich von hier. Oder
ich beiße dir die Nase ab! Na gut, Borja. Hier ist nicht Odessa. Hier werde ich dich… Borja, ir müssen reden. -Dieser Idiot, Ingas Onkel, denkt, daß ich…
-Dieser jüdische Arsch! Warte, hör zu! Er denkt, daß ich… ein KGB-Agent bin! So? Du denkst wohl, nur er
allein denkt das? Schau. —Wohin?
—Schau. Erkennst du sie wieder? Amerikanerin. Ja, ich erkenne sie wieder.
Und, was weiter? Sie observiert dich.
Such nicht nach mir. Ich werde dich selbst finden. Möchten Sie noch
etwas bestellen? Kann man hier telefonieren? Hier kann man alles. Aber zuerst wäre
es gut die Rechnung zu begleichen. Hier, mein Guter,
nimm heraus wieviel nötig ist. Nötig ist noch einmal soviel. Nimm das zurück. Das auch.
Und Kaviar kannst du auch wegtragen. Aber der ist doch schon
gegessen worden! Wo siehst du das? Kaum berührt!
Ich streiche es glatt… In Ordnung, vergessen wir’s. Madame, kaufen Sie meine Uhr? —Hey, kaufen Sie meine Uhr?
—Sie haben mich schon gefragt. – Kaufen Sie meine Uhr?
– Nein, die brauche ich nicht. Aber hier… Was heißt:“Du willst es nicht“? Ich
habe es extra für dich aufgemacht! Gib mir meine Uhr!
Gib meine Uhr zurück! Hallo, ich heiße Jane. Und ich bin Tarzan. Und, wie gefällt es
Ihnen in Israel? Ja. Mir gefällt’s. Was, zum Beispiel? Nun… Zum Beispiel: man hat mir gestern
am Flughafen 100 Schekel gegeben. Und bei uns? Würde jemand einem Juden am
Flughafen 100 Rubel geben? Keine Chance! Jemand den Sie kennen? Ja. Polizist aus Tbilissi.
Entschuldigen Sie mich. Bye-Bye. —Touristin?
—Ja. —Warte, schau her! Ich habe Qualitätsware…
Hier. Echter “Christian Dior”. Unterhose hat sie bestimmt. Verzeihen Sie, wie heißen Sie? …Du hast mich wohl nicht erkannt?
Sepiaschwilli heiße ich. Mosche. Mosche, Sie denken wahrscheinlich,
daß ich Taxifahrer Merab wäre? Ich bin sein Bruder, Jascha. Ja, ich habe euch verwechselt.
So viele Jahre vergangen… Mosche, haben Sie
dort noch jemanden? Ja, meine Schwester. Mosche, ich bin
gestern angekommen. Heute kam ein Telegram, daß meine Frau
erkrankt ist, ich muß dringend zurückfliegen. Kannst du mir nicht Geld leihen?
Ich gebe es dort zurück. —Du wohnst doch in Sololaki?
—Ja. —Kennst du den Lahmen Albert? In der Schule waren
wir beste Freunde. Hassan! Pass auf den Laden auf! —Gehen wir.
—Wohin? —Zu Tengis.
—Zu welchem Tengis? —Aus Sukhumi, heute ist Hochzeit, seine Tochter heiratet.
—Und was hat Albert damit zu tun? Albert ist Freund von Tengis,
und du bist Freund von Albert. Tengis tut alles für dich. Ein VIP-Strauß. Nein! Zwei! —Hast du georgische Erde mitgebracht?
—Sie kommt mit dem Gepäck. —Mosche, wer ist gestorben?
—Kümmere dich um deine Angelegenheiten. Das hier ist ein „Smoking“.
So kleiden wir uns jetzt. Danke. Warte, der ist von mir. Schuhgröße 42. —Malkas!
—Was? —Leih mir dein Smoking aus!
—Er ist in der Reinigung! Dann gib mir mein Bett zurück! Fast vergessen. Darf ich vorstellen: er ist
ein Freund vom Lahmen Albert. Ich begrüße Sie, verehrter Herr.
Bitte, kommen Sie herein. Danke. Ich habe ihn mitgebracht. Dort ist Tengis, neben Rabbiner. Vergiss nicht ihm ein Wort für mich
einzulegen, daß er mich als Sekretär anstellt! Was das Geld doch für eine Macht besitzt!
Alle sind gekommen, alle sind hier. Da ist Professor Goschwilli,
Nobelpreisträger. Und dort ist Hamlet, Partner
von Tengis aus Murumbien. Verehrte Gäste, ich möchte alle
Herren bitten sich zu erheben. Trinken wir auf die
Jungvermählten! Halt mal. Verzeihen Sie, Großmutter. —Was ist das?
—Georgische Erde. —Darf ich auch was haben?
—Nehmen Sie alles. —Ich bedanke mich sehr. Ich bitte mir zu vergeben,
verzeihen Sie, Herrschaften… Merab, gehen wir! Was ist das? Hoch verehrter Tengis, das
ist Erde aus Sukhumi. Der Lahme Albert
schickt sie Ihnen. Albert, der alte Lump! Er hat’s mitgebracht. Heute angekommen. Ein Freund von mir,
zusammen aufgewachsen. Hallo. Lass mich dich küssen! Ich bitte um einen Moment Aufmerksamkeit! Freunde! Liebe Gäste, lasst uns ein Glas auf einen jungen
Mann trinken, der mir eine solche Freude… —Halt! Halt! Halt, Juden, trinkt nicht! Ihr wisst
nicht, auf was für ein Vieh ihr trinkt! Dieser Herr ist ein
sowjetischer Spion! Ja! Gestern kam er nach Israel und
wollte ein Lösegeld haben! Von mir! Für seinen eigenen Bruder
und dessen Familie, die vom georgischen Geheimdienst in den
Folterkammern des Kremls gehalten werden! Verzeihung. Hört nicht auf ihn, Genossen! Ich
werde gleich alles erklären! Was? Genosse, weißt du
wo die Tür ist? Hoch verehrter Tengis, dieser Mann ist
verrückt! Was bin ich bloß für ein Spion? Spion-kein Spion: das
interessiert mich nicht. Aber von Einem, der mit seinem Bruder
handelt, nehme ich keine Geschenke an. Nicht heute, nicht heute! Geh erstmal ein wenig spazieren, Bursche.
Morgen sprechen wir uns wieder! Keine Angst. Ich bin ein Freund. Ich kann Ihnen helfen
von hier wegzukommen. —Wohin?
—Nach Russland. Warum? Sie haben unseren Prinzen verhaftet.
Wir schlagen einen Tausch vor. Wofür hat man ihn verhaftet?
Was Politisches? Nein, Kinderzeug: er wollte ein
paar Ikonen aus dem Land bringen. Guten Abend, Hamlet! Gib mir was zu rauchen! Sind Sie einverstanden? Ungleicher Tausch. Einen großen Agenten, kostenlos,
gegen einen kleinen Schmuggler… Eine Entschädigung
ist von Nöten. Sagen Sie mir Ihren Preis! Würden Sie bitte Ihre
Koffer öffnen, Sir. Madame, ich bin im Besitz eines diplomatischen
Reisepasses, Sie haben nicht das Recht. —Sir, zeigen Sie
Ihren Koffer, bitte. Herr Bernstein? Er ist nicht zu Hause! Hier hat er ein Geschenk
von seiner Verwandtschaft! Ruft Sprengstoffspezialisten:
dieser Spion hat uns eine Bombe geschickt! Jaschas Bruder, sind Sie das? Großmutter, haben die keinen
Videorecorder gebracht? Nein. Genosse Spion! Sie hatten einen Anruf aus
Georgien mit der Bitte, dringend Ihren Arbeitgeber anzurufen.
Die Schule. Aber, bitte nicht von uns
aus: Isja wird böse sein! Gehen Sie zum sowjetischen Konsul: als
Spion werden Sie kostenlos verbunden! Was für ein Konsul? Wir unterhalten keine
diplomatischen Beziehungen mit Ihnen! Was reden Sie da? Die sitzen bereits seit
zwei Jahren in der finnischen Botschaft! Entschuldigung, wo finde
ich finnische Botschaft? Nach rechts, diese
ist Amerikanische. —Wer hat dich angekettet?
—Ich selbst. Die lassen mich nicht
nach Amerika einreisen. Warum? Jemand muss sich für mich verbürgen.
Willst du mitmachen? Wenn wir viele werden, zeigt
man uns im Fernsehen. Sascha, was ist passiert?
Wer hat so geschrien? Irgendein Provokateur. Bin
ihn geradeso losgeworden. Genosse Konsul. Ich kann
hier nicht mehr weg. Die wissen bereits alle,
daß ich ein Agent bin. Sie verhaften mich nicht nur, um
meine Kontakte zu überprüfen… Gerade eben, beim Zoll: Hamlet
haben die gehen lassen. Bei mir aber haben die den Koffer
aufgemacht, geschaut, und wieder zugemacht! Warum schweigen Sie? Schlußendlich bin ich ein Krimineller,
ich habe Staatsgrenze verletzt. Sie müssen mich nach Hause
bringen, an den Tatort! Genosse Konsul, ein Moment! Du fährst hier nicht weg, bevor man uns
beide nicht im Fernsehen gezeigt hat! Dann wirst du mit dem finnischen
Botschafter im Fernsehen erscheinen. Brauchen Sie eine Mercedes-Tür?
Im Tausch gegen 3-Minuten-Telefonat? Eine sehr gute Tür. Ist sie etwa vom Auto des
finnischen Botschafters? Möglich. Ich will mit Politik nichts zu tun haben. Was bist du so langsam? Es ist heiß. Borja! Gehen wir, gehen wir.
Wir brauchen ihn nicht. Borja, bist du taub geworden? Boruch bin ich, verstanden?
Boruch! Gib Geld her, Boruch! Ich muss
nach Tbilissi telefonieren. Hey, du Arsch! Was willst du von uns?!
Du kompromittierst uns nur! Ganz Israel weiß bereits,
daß du ein KGB-Mann bist. Persische Teppiche. Zwanzig Millionen
in einer Schweizer Bank. —Kennst du die Adresse?
—Kenne ich, kenne ich. Komm! Hey, du Schwindler!
Gut, ich bin ein KGB-Mann. Aber warum muss unser Komitee deine
Restaurantrechnungen bezahlen? Arbeitest du etwa für uns? Gib ihm, von mir aus, 20 Schekel. Schlechte Verbindung… Merab! Merab! Ein Moment! Papaschwilli… —Hallo,
Nummer Eins, hier ist Nummer Zwei. Wir haben hier einen
politischen Zwischenfall. Dein Vater hat einen amerikanischen Touristen
verschleppt und hält ihn in der Festung fest. Ich lasse dich gleich durch
den Lautsprecher reden. Sag ihm, er soll den
Touristen sofort freilassen. Sonst ist es ja eine
Straftat, du verstehst? Papa! Grüß dich, Papa,
wie geht es dir? Nochmal. Ich bin’s, Merab!
Hörst du mich, Papa?! Wo bist du, mein Sohn?! Ich bin in Israel, Papa. Lass den Touristen frei, Papa! Was
hat der Tourist damit zu tun? Solange sie dich nicht zurückbringen,
lasse ich ihn nicht frei. Hörst du das? Komm
sofort zurück! Du bist mir ein Klugscheißer! Schick
mir 1000 Dollar, dann komme ich! Geh zu Onkel Isja! Der
kümmert sich um alles! Er hat sich bereits
um alles gekümmert… Leitung getrennt! Wenn sie wieder verbunden
ist: rufst du mich! Genosse Papaschwilli!
Kommen Sie zur Vernunft! Ein angesehener Tierarzt!
Lassen Sie den Touristen gehen! Wir haben mit größter Mühe unsere
Beziehung zu Amerika verbessert… Mister Wachtang! Und wenn Sie mich in
Chicago besuchen, werde ich Sie bewirten! Ich bin sowjetischer Spion:
wo kann ich mich selbst stellen? Mister Milizionär! Mister Milizionär! Nimm das und mach
keinen Unfug mehr. Herr Offizier, ich habe
keinen Unfug gemacht. Ich wollte gegen jemanden
getauscht werden. Ich werde dich so tauschen, daß du’s dein
Leben lang nicht vergisst! Verschwinde. Tarzan! Hier berührt
man keine Gegenstände. Ah, du bist’s? Es kann eine Bombe sein! Sehr gut. Hör zu! Genug verfolgt!
Okay?! Es reicht! Komm, bring mich zu deinem Chef! Ich verstehe gar nichts.
Welcher Chef?! Was verstehst du nicht?! Halte mich nicht zum Besten! Denkst du, ich sehe es nicht, wie du in
deiner blöden Tasche auf den Knopf drückst?! Ja, weil ich ein
Diktiergerät drin habe. Ich sehe, daß es kein Klavier
ist, bin nicht blind. Genug jetzt! Gehen wir zu
deiner Spionageabwehr! Sie sind im Irrtum, Tarzan!
Was für Spionageabwehr? Ich bin amerikanische
Journalistin! Ich mache ein Bericht über
die Juden aus Russland! Vielleicht wird das
hier Sie überzeugen? —Was ist das?
—”America” Magazin. —Das bei uns erscheint?
—Ja. Und wofür ist das hier? Das ist für den Radiosender
“Voice of America”. Fürs Radio? Ja, und Ihre Freunde dort werden Sie nicht
nur sehen, sondern auch hören können. Fantastisch. Hier: ( …Früher hat unser Chefingenieur
50 Rubel für einen Reifen genommen. Und jetzt nimmt er 100…) Barbar… Barbar! Dummkopf! Was ist in dich gefahren?!
Bist du verrückt geworden?! Das ist meine erste Reportage!
Blödmann… Verzeihe, Jane. —Es tut mir leid.
—Lass mich… Na gut, hör auf! Leg eine neue Kassette
hinein, ich werde alles wiederholen. Als ob ich dich brauchen würde… Da waren solche Menschen aufgenommen!
Solche Menschen… —Nicht weinen!
—Geh weg! Was ist so schlimm daran? Mach eine
neue Reportage, das ist alles! Wann denn? Ich fliege
heut Abend weg. Ach so… Und wozu dann Tränen vergießen?
Schau mich an! Schau! Ich weine doch nicht? Und dabei wird mein Vater verhaftet,
wenn ich bis morgen nicht zurückkomme. Und wie soll ich hier ausreisen, wenn die alle
beschloßen haben, daß ich ein Spion wäre? Geht nicht. Und was
bleibt mir jetzt übrig? Mich selbst aufzuhängen. Jakow! Jakow!
Ich glaube, ich kann Ihnen helfen. Die Sache muss man sich durch
den Kopf gehen lassen. Wie sitzt er hier bloß, bei dieser Kälte?. Er kommt aus Sibirien. Also gut. Ich bringe
ihn über die Grenze. Ist das gefährlich? Es gibt keine Alternative. Wissen Sie was? Zeigen Sie mir auf der Karte die Stelle und
ich werde allein über die Grenze gehen, okay? Du weißt nicht mit wem du sprichst! Hier, schau. Semjon Klain. Leiter des
Militärnachrichtendienstes der 43. Division. Ohne mich schaffst du keinen
Schritt, wenn du observiert wirst. Während des 2. Weltkriegs bin
ich 123 Mal über die Frontlinie ins Hinterland zu den
Faschisten gegangen. —Ich hab’s ihr erzählt.
—Ja, ja, natürlich. Ich habe ihr ein
Interview gegeben. Kannst du gleich hören, was ich
da alles zusammengefaselt habe. Nein, nicht nötig. Ich kenne es schon.
Wir haben’s gerade gehört… Freunde! Lasst uns auf
dieses Haus trinken. Darauf, daß hier allzeit Glück herrscht…
und Wohlstand… Auf Ihre Gesundheit. —Ich spiele gleich Akkordeon…
—Verzeihen Sie mir, Senja… Für mich wird es Zeit.
Ich muss gehen. —Danke!
—Alles wird gut. Danke, Jane! Viel Glück, Tarzan! Tsure? Grüß dich, Bruder!
Ich bin’s, Merab. Teile dringend meinem Vater mit: er
soll den Touristen laufen lassen. Ich bin bereits in Jordanien. Rufe aus
dem Zimmer unseren Botschafters an. Gut, gut, mache ich! Merab! Die 8er Schraubenmuttern
sind mir ausgegangen. Schau mal bitte. Wenn sie die haben:
bring wenigstens 10 Stück mit! Sag ihm, er soll amerikanische
Kondome kaufen. Für die ganze Stadt? Gut. Gehört dir? Nein, dem Halter. Hier ist so ein Typ.
Wir müssen den nehmen… Du kommst von vorn und fragst nach einer
Zigarette. Ich schalte ihn von hinten aus. Der Typ gefällt mir nicht. Was meinst du mit „ausschalten“?
Komplett? Nein, wozu? Hier, hinterm Ohr, gibt’s
einen Punkt, namens “Schlangenbiss“. Leichter Schlag darauf und
der Onkel ist K.o. Los… —Gib mir mal…
—Was? —Den Flachmann.
—Reicht vielleicht? Keine Angst… Senja weiß, wieviel er verträgt.
Willst du mal pinkeln? Ich kann mich an diese Hitze
einfach nicht gewöhnen. Der Kühlraum: das ist nach
meinem Geschmack… Still! Was macht der hier? —Dasselbe wie wir.
—Denkst du? Der Typ gefällt mir nicht. Jetzt lass uns auf
Georgier trinken. Mir gefällt’s, daß ihr
Respekt vor den Eltern habt. Und mein Sohn ist nach
Kanada fortgefahren. Ruft jeden Tag an:“Papi,
komm hierher“… Ich bin ein Jude! Hier ist meine
Heimat, hier werde ich leben! —Ich habe genug.
—Warte, auf Georgien! —Auf Georgien.
—Toll! Der Typ gefällt mir ebenso wenig. Hol sie ein! Halt an. Was haben Sie da drin? Schafe. Ihren Führerschein, bitte. Ich habe ihn zu Hause vergessen. Mein Freund ist müde geworden, ich
habe mich ans Steuer gesetzt. Warum lassen Sie jemanden
ohne Führerschein fahren? Ich habe geschlafen.
Wahrscheinlich wollte er stehlen. Ihre Papiere, bitte. Halt ihn fest! Gab’s schon Frühstück? Weil im Krankenhaus
habe ich nichts gekriegt. Ist das Essen hier koscher? Allah soll es mir vergeben! (Hoch lebe kommunistische Partei UdSSR!) Papaschwilli, du kommst auf Kaution frei. Mein lieber Merab. Seit der Lahme Albert mich angerufen
hat, bist du mein bester Freund! Deckt den Tisch: wir sind
in einer halben Stunde da. Halt an! Hey, Terrorist! Merab! Ein Freund von mir. Ebenso ein Ölbaron.
(Mh… Du, mein persischer Vorleger!) Als wir noch klein waren…(fahr
weiter!)…beteten wir Allah… Es ist alles Mosche’s Schuld.
Ich werde ihn feuern. —Warum? War schon in Ordnung.
—Wirklich? Hat es dir gefallen? Bist du völlig schwachsinnig geworden,
du alter Esel? Komm heraus! Was schreist du hier herum?
Dein Genosse Stalin fällt gleich runter. Irgendwie gefiel mir dieser Typ nicht. Na los, komm raus.
Du fährst mit mir. Hör zu, fahr einfach weiter.
Ich will gar nichts mehr. Wie du willst. Ach, verdammte Sch…… Ich
glaub, der ist krepiert. Stimmt: krepiert.
Atmet nicht mehr. Er atmet doch… Trink. Trink! Bist beleidigt? Wenn sie uns beide geschnappt hätten:
wer hätte dann Albert gefunden? Wenn Senja versprach dich über die Grenze
zu bringen, dann macht er das auch. -Wozu? Tengis hätte mich mit dem
Flugzeug nach Hause geschickt. Auf dem legalen Weg kommst
du hier nicht mehr raus. Wenn jemand als Spion abgestempelt
wurde, dann ist es für immer. Hier ist eine Adresse. In Istanbul gehst du dahin,
fragst nach Mustafa, sagst ihm, daß du von mir kommst:
der kümmert sich um alles. Gut. Ein wenig Mäuse. Nicht viel,
aber was da war. Hier. —Nein, nicht nötig…
—Nimm, nimm’s! Danke, Senja. Wohl bekomm’s… Das war’s. Und du
sagtest: „Allein“. Außer mir hätte das
niemand geschafft. Vergiss nicht: Zigaretten und das
Taschentuch sind Minen. Viel Glück! Merab! Warte noch! Alles gut, ich sehe’s. Wenn jemand, durch ein Zufall,
mal nach Omsk kommen sollte… Bitte denjenigen zum Friedhof zu gehen und
dieses hier auf das Grab meiner Frau zu legen. Marina Klain. Abteilung 41, Grab 87. Gut. Senja, komm mit mir! Was willst du hier allein?
Komm, teuerer Freund! Hier werde ich begraben. Im Jenseits sehen wir uns wieder:
dort gibt es keine Grenzen. Geh! Geh! Istanbul, 1990. Was willst du? Ich komme von Senja. Bist du derjenige, der damals
kommen sollte? Wo warst du? Arabisch gelernt, im Knast. Schmuggel? Israelischer Spion. So. Weiter gehst du allein. Georgien. Wenn du über den Fluß gehst:
heb deine Hände hoch. Damit der Grenzsoldat sehen kann,
daß du keine Waffe trägst. Nun… Grenzsoldat! Grenzsoldat! Bruder! Schieß nicht auf mich!
Schieß nicht… Schießt nicht auf mich, Brüder!

65 thoughts on “Паспорт. Фильм. Драма. Комедия. Приключения

  1. Как приятно смотреть когда Грузины спокойно и мирно жили в СССР!!!! С этим народом всегда связывали лучшие и прикольные кавказские традиции…А сейчас если видим грузина то но обязательно Вор в Законе , их выгнали из Грузии!!!! Паспорт хороший добрый фильм, а Грузины все таки молодцы!!!!

  2. Про 30:53. Тоже так хочу с табличкой сфотографироваться. С вспышкой мощной такой же. Это брутально и по-мужски. Нравится мне…

  3. без устали смотрю который раз этот фильм. спасибо

  4. нахуя вообще тратят деньги на этих фигляров послов, консулов! без толку они существуют. на своем опыте

  5. У Данелии все комедии такие пронзительные, что часто слёзы на глаза наварачиваются. Гениальный был человек…

  6. Авторское кино с Большой буквы!Особенно смеялась,когда Гундарева скзала,что как только представиась возможность,убежал…

  7. а Грузины молодцы..и вообще в ССР, самый лучший кинематограф был; Грузинский, Узбекский (я из Ташкента) и вообще Соетски

  8. Данелия величайший режиссёр! Все фильмы емкие и светлотоскливые

  9. Вот читаю комментарии и сколько разных мнении многие с озлобленностью многие с добрыми воспоминаниями кто то пишет Грузин должен в Грузии жить! Но все люди в праве жить там где они желают имея на это возможность и как быстро все забыли великий СОВЕТСКИЙ СОЮЗ!!! и тому кто пишет что Грузин должен жить в Грузии маленькое напоминание что знамя над Рейхстагом водрузили Кантария и Егоров, Грузин и Русский и тогда когда они водрузили они не думали кто какой нации и миллионы других людей Украинцы, Беларусы, Казахи Узбеки и много других национальностей которые ломали хребет Гитлеру все они делились последним и если бы не было того единства и той дружбы чего мы к своему стыду не сумели
    сохранить то не над Рейхстагом бы веяло Советское знамя победы а над Кремлем с фашистской свастикой. Я сам Осетин и для меня никогда Грузин не был врагом просто потому что он Грузин и не только Грузин я никогда не делю Людей по национальным признакам и вероисповеданию Есть люди и не важно какой они национальности и какой у них цвет кожи они всегда останутся Людьми! А есть нелюди и кем бы они себя не возомнили они останутся нелюдями!

  10. 37:40 Явный ляп. Если сказать в аэропорту Б-Гурион жду тебя на набережной , то тебя не поймут. Набережная от аэропорта в 20км. Какая набережная? Тель-авив , Ришон , Бат-ям. В каждом море русских ресторанов.

  11. … мимино + кин дза дза = паспорт . И скрипач малость повзрослел …

  12. Да, и такие шедевры снимали в СССР!!!!!

  13. А в каком месте это комедия? Это очень хороший фильм, но ни в коем разе это не комедия! Впрочем, как и большинство фильмов талантливого режиссера Георгия Данелии. Даже любимый несколькими поколениями зрителей, бессмертный "Мимино", при внимательном рассмотрении, куда больше житейская драма молодого летчика, чем веселая комедия…

  14. Как песня называется когда мераб на мерседесе едет???

  15. "товарищ, а шапочки всем дают?" "Нет, только членам партии!" Янковский бесподобен

  16. Кваша уморительно сыграл главного раввина московской области

  17. Люблю безусловно все фильмы Данелия, но Паспорт как то особенно. Хочу подчеркнуть главного героя, не наш актер, а как нашего Человека играет. А наши без исключения всех, играют как всегда исключительно прекрасно . Но если еще и взять других наших гигантов режисоров, Гайдая, Рязанова и т.д. просто слов не хватает.. Хочется кричать ТОВАРИЩИ… какую страну прозевали.

  18. 1:26:38 обьясните, зачем был этот эффект фотоаппаратного кадра?

  19. В описании фильма ошибка
    Не выпили они шаманского
    Будь оно не ладно

  20. Большая творческая неудача Данелии. На удивление глупый фильм, с придурковатым главным героем и высосанным из пальца сюжетом.

  21. В этом году не стало Данелия. Мелькнуло один раз в сети сообщение, мол умер режиссер Георгий Данелия, и всё. И верно, его творчество не сравнить с творчеством например… Юлии Началовой.

  22. «Здесь патриоты, а при случаи – туда». Ничего не изменилось, пример – Соловьев с ПМЖ в Италии.

  23. 26:35 Этот магазин C&A – самый позорнейший. Дешёвка, закос под крутизну по доступным ценам. :)))))

  24. Там хорошо,где нас нет. Аркадий Хайт про себя написал сценарий

  25. 02.10.2019.СКОНЧАЛСЯ ГРУЗИНСКИЙ И СОВЕТСКИЙ КОМПОЗИТОР ГИЯ КАНЧЕЛИ.
    Сегодня ушел из жизни знаменитый советский и грузинский композитор и пианист, Народный артист СССР, лауреат Государственной премии СССР Гия Канчели (1935 – 2019). Он известен как автор музыки для более 80 фильмов. В их числе картины Георгия Данелии «Не горюй!», «Мимино», «Слезы капали», «Кин-дза-дза!», "Паспорт" и др.

  26. Кстати, о чем мало пишут и говорят, израильтяне выстояли против арабов во-многом из-за того, что там было много евреев-военных из Союза, прошедших ВОВ, благодаря которым во-многом Израиль построил ПРАВИЛЬНУЮ армию!… 🙂

  27. "Этот щебень из Астрахани! Три шага сделать лень!" – ГЕНИАЛЬНО!… :)) (Хоть и был общий Союз, но своя РОДНАЯ земля все же НАМНОГО РОДНЕЕ!… 🙂 )

  28. Данелия – один из великих советских режиссёров-комедиографов!

  29. Главный герой круче любого разведчика стал. Такой жизненный опыт. Четыре языка знает, арабский английский русский грузинский.

  30. Идёт 2 минута 20 секунда…… я ХОЧУ ТУДА В ТБИЛИСИ 1987 год !!!!!!!!!!! АХ КАКИЕ БЫЛИ ВРЕМЕНА, БОЛЬШЕ НЕ БУДЕТ ТАКИХ ЛЮДЕЙ, такого народа с ВОСПИТАНИЕМ БЕЗУПРЕЧНЫМ!!! Все ИЗМЕНИЛОСЬ ПОСЛЕ РАЗВАЛА СССР И К СОЖАЛЕНИЮ НЕ ВЕРНУТЬ ТОГО ВРЕМЕНИ!!! У ПУГАЧЕВОЙ ЕСТЬ ПЕСНЯ С ЗОЛОТЫМИ СЛОВАМИ – ЖИЗНЬ НЕ ВОЗМОЖНО ПОВЕРНУТЬ НАЗАД,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

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